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    Diagnose & Entscheidung 9 Min. Lesezeit

    Trekking-Autonomie-Score: mehrtägige Wanderung vorbereiten

    Von Azimut AI · · Aktualisiert am · Unsere redaktionellen Leitlinien

    Ein mehrtägiger Trek scheitert selten dort, wo man es erwartet. Er scheitert, weil die Reserven nie beziffert wurden: GPS-Akku leer vor der Hütte, Quelle versiegt, Proviant zu knapp für eine Etappe, die sich zieht. Der Nomad-Score misst das auf vier Säulen: Energie, Wasser, Verpflegung, Sicherheit.

    4

    Säulen: Energie, Wasser, Verpflegung, Sicherheit

    3 L

    Wasser pro Person und Tag (Referenz)

    3.200

    kcal pro Person und Tag (Referenz)

    5–95

    Skala des Scores

    Die 4 Säulen des Nomad-Trek-Scores

    • • Energie — was GPS, Stirnlampe, Satelliten-Messenger und Handy verbrauchen (300 Wh pro Tag für die Gruppe, der Referenzwert des Scores), gegenüber dem, was eine Powerbank und im Lager ein kleines Solarmodul liefern.
    • • Wasser — 3 L pro Person und Tag als Referenz, multipliziert mit den Tagen zwischen zwei sicheren Quellen; ein eigener Filter verlängert diese Säule, ohne den Rucksack zu beschweren.
    • • Verpflegung — 3.200 kcal pro Person und Tag und die Tage zwischen zwei Versorgungspunkten. Zu Fuß trägt man alles: Nach ein bis zwei Wochen ohne geplante Versorgung wird das Gewicht des Proviants zur Grenze, und der Score rechnet es ein.
    • • Sicherheit — Satelliten-SOS, eine der Abgeschiedenheit angepasste Erste-Hilfe-Ausrüstung, Jahreszeit und Klima der Region.

    Wie die Säulen zusammenwirken

    Der Gesamtscore gewichtet Wasser mit 30 %, Energie mit 25 %, Verpflegung mit 25 % und Sicherheit mit 20 %. Wasser zählt am meisten, weil es eine Tour beendet.

    Die Berechnung berücksichtigt den Ort (Sonnenstunden und Niederschlag), den Monat, die Dauer und die Gruppengröße. Höhenmeter, Kondition, Wetterfenster und Ausstiegspunkte sind keine Säule: Sie entscheiden, ob die Route realistisch ist, und werden vor dem Score separat geprüft.

    Den Score lesen: 3 Entscheidungsbereiche

    Unter 40 — verschieben oder kürzen

    Mindestens eine Säule deckt die Route nicht. Zuerst die schwächste beheben: Sie bestimmt die Zahl der autarken Tage.

    40 bis 70 — gezielte Anpassungen

    Aufbruch möglich mit einer Maßnahmenliste: zusätzlicher Akku, neu berechnete Versorgung, Filter, Erste-Hilfe-Kurs.

    70 und mehr — bereit für diese Route

    Die Autarkie deckt den getesteten Trek. Score neu berechnen, wenn sich die Jahreszeit ändert oder die Route länger wird.

    Das Wichtigste

    • Der Nomad-Trek-Score beruht auf 4 Säulen: Energie, Wasser, Verpflegung, Sicherheit.
    • Referenzbedarf zu Fuß: 300 Wh pro Tag für die Gruppe, 3 L Wasser und 3.200 kcal pro Person und Tag.
    • Wasser zählt 30 % des Scores, Energie und Verpflegung je 25 %, Sicherheit 20 %.
    • Unter 40: verschieben oder kürzen; 40 bis 70: gezielte Anpassungen; ab 70: bereit für diese Route.
    • Ein formaler Score lohnt sich ab 4 Tagen voller Autonomie oder ab 2 Tagen in Zonen ohne schnelle Rettung.

    FAQ

    Was unterscheidet den Trek-Score vom Van- oder Motorrad-Score?

    Die vier Säulen und ihre Gewichtung sind gleich; der Referenzbedarf ändert sich mit der Aktivität — zu Fuß 3 L Wasser und 3.200 kcal pro Person und Tag — und die Last zählt: Nach ein bis zwei Wochen ohne geplante Versorgung belastet das Gewicht des Proviants die Säule Verpflegung.

    Ab wieviel Tagen braucht es einen formalen Score?

    Praktisch ab 4 Tagen voller Autonomie oder 2 Tagen in Zonen ohne schnelle Rettung (Hochgebirge, Wüste, borealer Wald). Darunter reicht die klassische Checkliste.

    Ersetzt der Score den Rat eines Bergführers?

    Nein. Er formalisiert Material- und Logistik-Vorbereitung. Für technische Routen bleibt lokale Gelände-Einschätzung unentbehrlich.

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