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Autarkie-ScoreStandortanalyse

Bochum Autarkie-Potenzial Ihres Zuhauses in Bochum (44787)

Die größte Stärke ist hier Regenwasser. Am meisten bringt Ihrem Haus aber etwas anderes: CO₂-arme Wärme.

Jährliches Potenzial, Standardhaus

5.545 €

Vier Posten zusammengerechnet — über jeden entscheiden Sie einzeln, in der Reihenfolge, die Ihnen passt.

Bochum (44787)

Gesamtscore

57 /100

Im Aufbau

Bochum (44787)

Bochum: 57/100 erreichbare Autarkie mit empfohlener Ausstattung.

Solides Potenzial — echte, erreichbare Fortschritte bei Energie-, Wasser- & Lebensmittelautarkie warten hier.

Bochum 57
0 Im Aufbau 100
Das Wesentliche

Was Sie in Bochum erreichen können

Ein typisches Haus in Bochum kann rund 57% Autarkie erreichen – mit passend dimensionierter Photovoltaik, Speicher, Regenwassernutzung und CO₂-armer Wärme, vielfach gefördert. Der Wert wird genauer, sobald Sie Ihr Zuhause angeben.

Die vier HebelNach Jahreswert

Vom lohnendsten zum kleinsten Hebel, hier

Was Sie gewinnen können

  1. CO₂-arme Wärme41/100

    ~3.656 €/Jahr

    weniger Heizkosten nach Dämmung + Wärmepumpe (−9.450 kWh/Jahr auf 90 m², elektrische Heizung)

    Details

    Realistische Aussicht

    3.020 Heizgradtage: Eine effiziente Wärmepumpe ist der CO₂-ärmste Weg, Bochum warm zu halten.

    Worauf achten

    Eine Wärmepumpe rechnet sich nur im gut gedämmten Gebäude — zuerst dämmen, dann dimensionieren.

    Förderung & Tipps

    Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über BAFA/KfW – bis zu 70 % Zuschuss für Wärmepumpen; KfW-Kredit 261 für Sanierungen.

    Heizgradtage (Basis 18°C) : ≈ 3.020 Hgt — Quelle: PVGIS, stündliche ERA5-Temperaturen 2005–2015 (Basis 18 °C).

  2. Solarenergie59/100

    ~914 €/Jahr

    weniger Strom mit 3 kWp auf Ihrem Dach (≈3.048 kWh/Jahr)

    Details

    Realistische Aussicht

    Mit 1.016 kWh/kWp pro Jahr bietet Bochum ein solides Potenzial für eine private Aufdach-Photovoltaikanlage.

    Worauf achten

    Dachausrichtung, Verschattung und Netzanschlussregeln beeinflussen den Ertrag — eine Vor-Ort-Prüfung lohnt sich.

    Förderung & Tipps

    KfW-Förderkredit 270 für Photovoltaik und Batteriespeicher; EEG-Einspeisevergütung für eingespeisten Überschussstrom.

    Jährlicher PV-Ertrag : 1.016 kWh/kWp — Quelle: PVGIS 5.2 (Gemeinsame Forschungsstelle der EU), optimaler Neigungswinkel, lokaler Horizont.

  3. Lebensmittelanbau60/100

    ~635 €/Jahr

    weniger Einkauf — bis zu ≈259 kg/Jahr frisches Gemüse auf 100 m²

    Details

    Realistische Aussicht

    Bei etwa 227 frostfreien Tagen erlaubt ein Hausgarten in Bochum zwei Anbaurotationen pro Jahr.

    Worauf achten

    Ein ertragreicher Garten braucht Platz, guten Boden und einige Stunden pro Woche — klein anfangen und ausbauen.

    Förderung & Tipps

    Kleingarten- und Urban-Gardening-Initiativen sowie kommunale Kompostprogramme unterstützen die Selbstversorgung.

    Frostfreie Anbausaison : ≈ 227 Tage — Quelle: PVGIS, stündliche ERA5-Temperaturen 2005–2015 (Frosttermine).

  4. Regenwasser61/100

    ~340 €/Jahr

    weniger Trinkwasser mit einem 5.000-L-Tank (≈75.140 L/Jahr von 100 m² Dach)

    Details

    Realistische Aussicht

    884 mm Regen pro Jahr machen die Regenwassernutzung über das Dach in Bochum lohnenswert.

    Worauf achten

    Regenwasser ist kein Trinkwasser — strikt vom Trinkwassernetz trennen und einen Vorfilter (First-Flush) einplanen.

    Förderung & Tipps

    Viele Kommunen fördern Regenwassernutzung über Zuschüsse zur Entsiegelung und eine gesplittete Abwassergebühr – bei der Gemeinde erfragen.

    Mittlerer Jahresniederschlag : 884 mm — Quelle: NASA POWER, korrigierter MERRA-2-Niederschlag.

5.545 €

Sortiert nach Jahreswert. Die Reihenfolge der Arbeiten bleibt dieselbe: erst dämmen, dann Technik.

Schätzung für Bochum, basierend auf den Klima- und Geodaten der Gemeinde. Starten Sie die vollständige Simulation für den echten Autarkie-Score Ihres Zuhauses — ein persönliches Ergebnis und ein detaillierter Plan, in 3 Minuten.

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Installierte Leistung

Schätzen Sie Ihre Solaranlage in Bochum

Schätzen Sie Ihre Solaranlage in Bochum

Basierend auf einem lokalen Ertrag von 1.016 kWh/kWp pro Jahr.

3 kWp
1 kWp9 kWp
kWh/Jahr (geschätzt)3.048kWh
Ersparnis/Jahr (geschätzt)914 €
Energie-Autarkie59%

Richtwert (Produktion = kWp × lokaler Ertrag). Der reale Ertrag hängt von Dachausrichtung, Verschattung und Eigenverbrauch ab.

Vor Ort

Was in Bochum anders ist

Wer in Bochum saniert, hat es meist mit älteren Häusern zu tun: Rund zwei Drittel der 192.000 Wohnungen sind laut Stadt älter als 50 Jahre. An den Cityradialen, den Haupteinfallstraßen in die Innenstadt, hilft das Kommunale Modernisierungsprogramm. Eigentümer mit höchstens 30 Wohnungen erhalten je nach Maßnahme, etwa energetische Sanierung oder Barriereabbau, 10 bis 25 Prozent der förderfähigen Kosten, höchstens 50.000 Euro im Jahr. Die Erstberatung übernimmt das Büro Kroos+Schlemper; gefördert wird bis mindestens Ende 2026.

Besondere Regeln gelten in der Dahlhauser Heide in Hordel, die Krupp von 1906 bis 1915 als Gartenstadt für die Bergleute der Zeche Hannover anlegen ließ. Die im Juli 2025 beschlossene Gestaltungssatzung Nr. 482 G verbietet an den geschützten Fassaden eine Außendämmung, an den übrigen ist sie zulässig. Photovoltaik ist erlaubt: parallel zur Dachfläche, mit gleichmäßigem Abstand zu Gauben, Traufe und First, Module und Rahmen grundsätzlich schwarz. Wärmepumpen dürfen im geschützten Vorgarten stehen, wenn eine gleich hohe Bepflanzung sie zur Straße hin verdeckt. Für Baudenkmäler und Denkmalbereiche wie Stahlhausen oder das Stadtparkviertel ist die Untere Denkmalbehörde zuständig; ihre Erlaubnis ist gebührenfrei, die Bearbeitung kann bis zu drei Monate dauern.

Beim Regenwasser zählt die Adresse: Im Einzugsgebiet der Emschergenossenschaft, etwa in Wattenscheid, Weitmar, Hamme oder Riemke, fördert deren Programm ELKA Entsiegelung, Versickerung, Regenwassernutzung und Gründächer mit 40 bis 80 Prozent; beginnen darf man erst nach der Zusage. In den Gestaltungsräumen Innenstadt Süd-West und Wattenscheid übernimmt das Landesprogramm KRiS bis 2030 bis zu 90 Prozent, in Laer im Ruhrverbandsgebiet bis zu 60 Prozent. Stadtweit bezuschusst das Umwelt- und Grünflächenamt Dach- und Fassadengrün sowie entsiegelte Gärten mit bis zur Hälfte der Kosten, höchstens 25.000 Euro pro Antrag und Jahr; 2026 stehen 300.000 Euro bereit. Vorher ist ein Beratungsgespräch Pflicht.

Gärtnern hat hier Tradition: Die Dahlhauser Heide hieß wegen des Kohlanbaus hinter den Häusern im Volksmund „Kappeskolonie“. Heute gibt es 80 Kleingartenanlagen mit rund 5.550 Parzellen, die der Stadtverband Bochum der Kleingärtner und seine Vereine selbst verwalten. Pachten kann man nur über die Vereine und als deren Mitglied. Freie Parzellen hängen oft samt Abstandszahlung im Aushängekasten am Eingang aus. Die Pacht beträgt derzeit 0,30 Euro pro Quadratmeter und Jahr plus Umlagen und Vereinsbeitrag. Grabeland verpachtet das Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster.

Die Stadtwerke wollen ihre Fernwärme-Infrastruktur bis 2045 verdoppeln. Der Entwurf des kommunalen Wärmeplans, der vom 18. Mai bis 19. Juni 2026 auslag, unterscheidet Fernwärme-Bestands-, Eignungs- und Prüfgebiete von Gebieten für dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, schreibt aber niemandem eine Heizart vor. Anders in der Universitätswohnstadt: Dort verlangt eine Satzung von 1975 den Fernwärmeanschluss, sofern keine immissionsfreie Heizung läuft, und untersagt Kohle-, Koks-, Holz- und Ölheizungen. Im Juni 2025 kamen etwa zehn Prozent der Fernwärme aus grünen Quellen. Ab 2030 soll eine Großwärmepumpe am Klärwerk Ölbachtal Abwasserwärme einspeisen. Auf MARK 51°7, dem früheren Opel-Gelände, ergaben Pumptests 2023, dass Grubenwasser der Zeche Dannenbaum rund 70 bis 75 Prozent des dortigen Wärme- und Kältebedarfs decken kann.

Lokales Klima

Das Klima in Bochum, Monat für Monat

In Bochum erzeugt eine 3-kWp-Anlage mit 39° Neigung, ausgerichtet nach Süden, um 2° nach Osten gedreht – das von PVGIS für diesen Standort berechnete Optimum –, rund 3.048 kWh im Jahr. Am stärksten ist der Mai mit etwa 369 kWh, am schwächsten der Dezember mit 93 kWh. November bis Februar liefern 16 % des Jahresertrags – genug, damit ein Speicher an sonnigen Wintertagen die Abende abdeckt, nicht aber graue Wochen.

Die Heizperiode reicht von September bis Mai: 9 Monate liegen im Mittel unter 15 °C, am kältesten ist der Januar mit 2,1 °C. In einem typischen Jahr sinkt die Temperatur in den kältesten Stunden auf etwa -6 °C – auf diesen Wert muss eine Wärmepumpe ausgelegt werden: Eine normale Luft-Wasser-Wärmepumpe schafft das in einem gedämmten Haus problemlos.

Frost ist bis Anfang April möglich und kehrt ab Ende November zurück; dazwischen liegen rund 227 frostfreie Tage. Empfindliche Kulturen wie Tomaten, Bohnen und Kürbis kommen nach dem letzten Frost (Anfang April) ins Freie. Tage über 30 °C sind selten; im Sommer genügt regelmäßiges Gießen.

Bei einem mittleren Wind von 3,2 m/s in 10 m Höhe würde eine kleine Dachwindanlage in Bochum wenig liefern; das Dach ist mit Solar besser genutzt. Der Südhorizont ist im Höhenmodell von PVGIS frei (höchstens 3,1°), die tiefe Wintersonne erreicht die Dächer also, sofern Nachbargebäude sie nicht verdecken.

Im Vergleich zu Gelsenkirchen (10 km entfernt) hat Bochum den gleichen Solarertrag, 3 frostfreie Tage weniger und einen um 5 % höheren Heizbedarf. Im Vergleich zu Essen (14 km entfernt) hat Bochum den gleichen Solarertrag, einen frostfreien Tag weniger und einen um 2 % höheren Heizbedarf.

Bochum: mittlere Temperatur 2005–2015 und Monatsertrag einer 3-kWp-Anlage (PVGIS)
MonatMitteltemperaturSolarertrag, 3 kWp
Januar2,1 °C111 kWh
Februar2,1 °C162 kWh
März5,2 °C261 kWh
April9,9 °C348 kWh
Mai13,2 °C369 kWh
Juni16,1 °C363 kWh
Juli18,6 °C366 kWh
August17,3 °C342 kWh
September14,6 °C288 kWh
Oktober10,9 °C213 kWh
November6,7 °C132 kWh
Dezember3,2 °C93 kWh
Bochum

Häufige Fragen — Bochum

Wie viel Strom liefert eine Solaranlage in Bochum?

Eine gut ausgerichtete 3-kWp-Aufdachanlage in Bochum erzeugt etwa 3.048 kWh pro Jahr, im Eigenverbrauch rund 914 € wert. Eine 6-kWp-Anlage erreicht etwa 6.096 kWh/Jahr, wenn die Dachfläche es zulässt. KfW-Förderkredit 270 für Photovoltaik und Batteriespeicher; EEG-Einspeisevergütung für eingespeisten Überschussstrom.

Lohnt sich Regenwassernutzung in Bochum?

Ja. Ein 60-m²-Dach in Bochum fängt rund 45.084 Liter pro Jahr für Garten, WC und Waschmaschine. Regenwasser strikt vom Trinkwasser trennen und einen Vorfilter (First-Flush) einplanen. Viele Kommunen fördern Regenwassernutzung über Zuschüsse zur Entsiegelung und eine gesplittete Abwassergebühr – bei der Gemeinde erfragen.

Welche Förderungen gibt es für CO₂-arme Wärme in Bochum?

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) über BAFA/KfW – bis zu 70 % Zuschuss für Wärmepumpen; KfW-Kredit 261 für Sanierungen. Zuerst dämmen — eine Wärmepumpe rechnet sich nur im gut gedämmten Haus (3.020 Heizgradtage hier), also Dach und Wände vor der Dimensionierung angehen.

Wie viel Nahrung liefert ein Garten in Bochum?

Bei etwa 227 frostfreien Tagen liefert ein 100-m²-Garten in Bochum rund 259 kg frisches Obst und Gemüse pro Jahr — ein Teil des Haushaltsbedarfs, keine vollständige Kalorienautarkie. Kleingarten- und Urban-Gardening-Initiativen sowie kommunale Kompostprogramme unterstützen die Selbstversorgung.

Wann ist in Bochum der letzte Frost?

Frost ist bis Anfang April möglich und kehrt ab Ende November zurück; dazwischen liegen rund 227 frostfreie Tage. Empfindliche Kulturen wie Tomaten, Bohnen und Kürbis kommen nach dem letzten Frost (Anfang April) ins Freie.

Wie viel Solarstrom gibt es in Bochum im Winter?

Der Dezember ist der schwächste Monat: Eine 3-kWp-Anlage liefert rund 93 kWh, gegenüber 369 kWh im Mai. November bis Februar ergeben zusammen 16 % des Jahresertrags.

Wie dieser Score berechnet wird

Öffentliche Klimadaten (PVGIS der EU-Kommission) gewichtet nach der Bedeutung jeder Dimension. Der Score wird genauer, sobald Sie Ihr Zuhause angeben. Zur vollständigen Methodik.

Quellen

  • Solarenergie — Quelle: PVGIS 5.2 (Gemeinsame Forschungsstelle der EU), optimaler Neigungswinkel, lokaler Horizont.
  • Regenwasser — Quelle: NASA POWER, korrigierter MERRA-2-Niederschlag.
  • Lebensmittelanbau — Quelle: PVGIS, stündliche ERA5-Temperaturen 2005–2015 (Frosttermine).
  • CO₂-arme Wärme — Quelle: PVGIS, stündliche ERA5-Temperaturen 2005–2015 (Basis 18 °C).

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