30–60
Ah/Tag: Kompressorkühlschrank im Sommer
≈ 10
warme Mahlzeiten pro 450-g-Gaskartusche
2 kW
Induktionsfeld-Bedarf — die Schwelle, die den Wechselrichter bestimmt
3 T.
Mindest-Trockenvorrat, ohne Kühlkette
Die Frage entscheidet sich weniger am Komfort als daran, was jede Lösung vom übrigen Van verlangt.
Ein 12-V-Kompressorkühlschrank zieht 30 bis 60 Ah/Tag im Sommer — oft der größte Posten im Van nach der Heizung. Drei Hebel wirken, bevor man das Gerät überhaupt tauscht:
Und die thermoelektrische Kühlbox bleibt der klassische falsche Freund: billig, zieht sie dauerhaft Strom für eine bescheidene Temperaturdifferenz — vertretbar am Lichtmaschinenstrom während der Fahrt, ruinös beim Freistehen.
Reale Ernährungsautonomie misst sich daran, wie viele Tage man durchhält, wenn der Kühlschrank ausfällt. Daher die einfache Regel: drei Tage Vorräte, die weder Kühlung noch lange Garzeit verlangen — vorgegarte Hülsenfrüchte, Konserven, Stärkebeilagen, Nüsse.
Der Rest ist eine Frage der Rotation: dieser Vorrat ist kein Museum, er wird gegessen und beim normalen Einkauf ersetzt. Ein Notvorrat, den man nie anrührt, ist genau an dem Tag abgelaufen, an dem er dienen sollte.
Ein letzter, oft übersehener Punkt: das Kochwasser. Nudeln oder Reis zu kochen verbraucht Trinkwasser, das die Wasserbilanz einplanen muss. Bei längerem Standplatz verändert die Bevorzugung von Garverfahren ohne Abgießen die Rechnung stärker als gedacht.
Eine Kompressor-Kühlbox ist ein Kühlschrank: es zählt die Technik, nicht der Name. Die eigentliche Trennlinie verläuft zwischen Kompression (die auf einen Sollwert regelt und danach abschaltet) und Thermoelektrik (die dauerhaft zieht, für eine begrenzte Differenz zur Umgebung). Zum Freistehen taugt nur die erste.
Praktisch nein. Der Bedarf von rund 2 kW verlangt eine Bank, die hohen Strom ohne Spannungseinbruch liefert, was Blei schlecht verkraftet und mit Lebensdauer bezahlt. Auf einer bestehenden Bleianlage bleibt Gas die stimmige Antwort.
Die übliche Größenordnung für zwei Personen, die täglich kochen, liegt bei etwa einer 6-kg-Flasche pro Monat, allein fürs Kochen. Der Wert steigt schnell, wenn Gas auch Warmwasser oder Zusatzheizung bedient — zwei Anwendungen, die man getrennt rechnen und nicht überschlägig addieren sollte.